| Bis nach dem 2. Weltkrieg
wurde Heimatbrauchtum als eine Unterbrechung harter Arbeit hoch in
Ehren gehalten. Da es die modernen Medien noch nicht gab, wurden nachbarschaftliche und gesellige Kontakte sehr gepflegt. Einige dieser alten Bräuche sind leider nur noch aus Erzählungen bekannt, aber einige werden in der intakten Dorfgemeinschaft auch heute noch intensiv gelebt: |
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Das
Karnevalsgericht zu Kempenich
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| Die Möhnen |
| Kontaktakdresse |
| Maibaumstellen |
| Das Maibaumstellen
geschieht in Kempenich seit einiger Zeit in Form
einer konzertierten Aktion. Im Vorfeld wird in Abstimmung mit der
Ortsgemeinde und des zuständigen Revierförsters die Fichte ausgesucht.
Für den Transport und das Aufstellen des Baumes ist dann
die örtliche
Feuerwehr verantwortlich. Die Kinder dürfen den Baum mit bunten Bändern schmücken. Jedes Jahr finden sich viele Bürgerinnen und Bürger ein, um in geselliger Runde noch bis in die späten Abendstunden unter dem Maibaum am alten Bahnhof in Kempenich zu feiern. |
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| Maikirmes mit langer Tradition |
| Am zweiten Sonntag im Mai ist das Hochfest der Pfarrei Kempenich zu
Ehren der beiden Schutzpatrone St. Philippus und St. Jakobus. Verbunden
mit diesem Kirchweihfest und daraus hervorgegangen ist das weltliche
Fest Kirmes.
Traditionell findet diese in und an der Leyberghalle statt. |
| Die Kirmes endet traditionell am Kirmesdienstag mit dem beliebten Krammarkt. |
| Erntedankfest |
| Mit dem Erntedankfest soll an die Arbeit in Landwirtschaft und Gärten
erinnert werden und daran, dass es nicht allein in der Hand des
Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen.
In Kempenich wird die Tradition gepflegt. In der Kirche findet sich ein
mit den Früchten des Feldes geschmückter Altar. |
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| Ein reich geschmückter Gabentisch am Erntedank-Sonntag in der Pfarrkirche |
| Martinszug |
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Der Martinstag am 11. November ist der
Gedenktag
des Heiligen Martin
von Tours. Aus diesem Grunde findet in Kempenich - kurz bevor es dunkel
wird - in der katholischen Pfarrkirche ein Wortgottesdienst statt. Seit
Jahren ist es Brauch, dass die Grundschulkinder ein Martinsspiel in der
Kirche aufführen. |
| Anschließend treffen sich alle Kinder mit selbstgebastelten Laternen
oder mit Fackeln auf der Straße vor der Kirche, wo schon St. Martin auf
seinem treuen Pferd auf sie wartet. |
| Begleitet von den
Original-Goldbach-Musikanten wandert der St. Martinszug durch das Dorf
auf den Mathiasberg, wo die Dorfjugend die Tage vorher schon Holz für
ein großes Feuer aufgeschichtet hat, das nun von der Feuerwehr
angezündet wird. |
| Anschließend freuen sich Groß und Klein schon auf Martinsweck vom St. Martin und Döppekooche von den Möhnen, die es unter musikalischer Begleitung in der Leyberghalle gibt. |
| Damit St. Martin überhaupt
stattfinden kann, ist natürlich viel Vorarbeit notwendig. Zum Glück
gibt es immer fleißige und fröhliche Helfer, die das Martinsfeuer erst
einmal aufbauen, bevor es dann feierlich abgebrannt werden kann... |
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| Weihnachtsmarkt |
| In der Vorweihnachtszeit findet auf dem Platz vor dem Bahnhof ein
Weihnachtsmarkt statt. Während die Kempenicher sich traditionsgemäß an Glühwein und
"Krebbelche" und anderen lecken Sachen laben, während sie ein
Schwätzchen halten, sorgen der Männergesangverein und die Original-Goldbachmusikanten für weihnachtliche Klänge. |





